Pädagogisches Konzept

 

Da ich schon seit 20 Jahren privat und beruflich mit Kindern arbeite, kann ich einen großen Erfahrungsschatz in meine Arbeit als Tagesmutter einfließen lassen. In meiner häuslichen Umgebung und dem familiären Umfeld kann ich mir die Zeit nehmen jedes Kind individuell mit seiner benötigten Zeit zu fordern und zu fördern, damit es die Möglichkeit hat, sich zu einem selbständigen Menschen zu entwickeln. Das kann ein Vorteil gegenüber der Betreuung in einer Tageseinrichtung sein. Hier setze ich an, mit Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen.

Mein Angebot richtet sich an Kinder im Alter von 3 Monaten bis zum 12. Lebensjahr.

Ich betreue Kinder von flexibel von 7 Uhr bis 18 Uhr - Vollzeit und Teilzeit.

Eingewöhnung:

Damit wir uns erst mal in Ruhe „beschnuppern“ können biete ich euch gern Schnupperstunden nach Absprache an. So kann man einen Einblick in meine familiäre Umgebung, Strukturen und pädagogische Arbeit bekommen. Die Eingewöhnungszeit gestalte ich flexibel, damit die Individualität jedes Kindes berücksichtigt werden kann. Schließlich soll sich euer Kind wohl fühlen und ihr mit einem guten Gefühl gehen können. Dabei orientiere ich mich am „Berliner Modell“, das für eine entspannte Eingewöhnung steht. Der Zeitraum kann variieren, liegt aber zwischen ein bis zwei Wochen. Letztendlich seid ihr Eltern die Experten für euer Kind. Jeder braucht seine eigene Zeit, die wir als Erwachsene unterstützen. Es ist wichtig Erziehungsvorstellungen auszutauschen und zum Wohle des Kindes zu kooperieren. Euer Kind erlebt somit, dass ihr und ich als Tagesmutter eine positive Einstellung zueinander haben und beide Seiten gleichermaßen an seinem Wohl interessiert sind. Es gilt, sich zu ergänzen und wechselseitig zu bereichern. Das macht den Übergang von Eltern zur Betreuung für die Kinder leichter.

Um allen Kindern gerecht werden zu können, lege ich großen Wert auf Regeln und Strukturen. Das ist für mich ein wichtiger Grundpfeiler einer konstruktiven pädagogischen Arbeit. Klare Grenzen, Strukturen und das Einhalten von Regeln bilden die Grundlage für Vorhersagbarkeit und wirken für das Kind stabilisierend. Für Kinder ist es wichtig, Orientierung zu haben, und damit Sicherheit im Alltag.

Von Montag bis Freitag wird zur Mittagszeit ein gemeinsames Essen der selbst mitgebrachten Speisen eingenommen ( auf Wunsch koche ich auch), um soziale Kompetenzen, Rituale (Tischspruch) und selbständiges Essen zu erlernen und zu trainieren. Meine persönlichen Erfahrungen mit Kindern zeigen, dass Rituale den Alltag angenehm gliedern und ein beruhigendes Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen vermitteln. Tischsprüche sind bei den Kindern beliebt und sorgen für Begeisterung, besonders wenn sie täglich an der Wahl des Spruches beteiligt sind.

Als Erholungsphase dient das freie Spielen nach dem Essen für die älteren Kinder bzw. Mittagsstunde für die jüngeren. Für die Mittagsruhe steht Eriks Kinderzimmer zur Verfügung. Dort stelle ich je nach Bedarf ein Reisebett bzw. Reisebetten auf. Noch beliebter sind selbst gestaltete „Bodennestchen“. Eine Matratze auf dem Boden kann mit Kissen, Schnuffeltuch und Decke bzw. Schlafsack wohlig selbst eingerichtet werden. Wenn euer Kind im Kinderwagen schlafen soll, ist auch das räumlich auf einer überdachten Terrasse möglich.

Das freie Spiel kann im Haus oder im eigenen Garten stattfinden und so den Aufbau und die Förderung von sozialen Kontakten zu anderen Kindern schaffen. Sich viel bewegen, draußen herumtollen, die eigenen körperlichen Fähigkeiten austesten – ich möchte Bewegung in das Kinderleben bringen. Denn die Zusammenhänge von Bewegung, Wahrnehmung, Lernverhalten und Intelligenz sind mittlerweile bewiesen.

Alle Schulkinder können gemeinsam Hausaufgaben machen und sich gegenseitig unterstützen. Separate Räumlichkeiten mit Schreibtisch sind dafür vorhanden. Ich kann dabei unterstützend zur Seite stehen. In erster Linie vertrete ich den Ansatz „erst allein Lösungsmöglichkeiten finden, dann Hilfe anbieten“. Die Erfahrung mit Samantha und anderen betreuten Schulkindern hat mir gezeigt, dass das auf Dauer das Selbstvertrauen steigert und Kinder ihre Kreativität im Lösen von Problemen austesten können. Das macht sie stolz und selbstbewusst.

Unter das gemeinsame Spielen fallen - dem Kindesalter angepasst - unter anderem Singkreise, Fingerspiele, Basteln, Malen, spielen auf einem der 5 Spielplätze in der näheren Umgebung, Ausflüge und vieles mehr. Je nach Jahreszeit werde ich besondere Angebote machen, wie z.B. Weihnachtsbacken. Der Kontakt und Austausch, den Kinder im gemeinsamen Spiel mit anderen erleben, ist ganz besonders wichtig für ihre Entwicklung. Denn mit anderen zu spielen, schafft Nähe und Vertrauen - die Grundlagen für unsere Beziehungen zu anderen. Auch, dass Regeln wichtig sind und eingehalten werden müssen, lernen Kinder beim gemeinsamen Spielen.

In den Nachmittagsstunden können alle Kinder zusätzlich einen kleinen Imbiss einnehmen. Als Angebot hierfür wird es saisonales Obst und Gemüse geben. Unsere Besonderheit für "Nachmittagskinder" ist der KEKSTAG am Donnerstag. Da gibt es Kekse oder Kuchen oder Waffeln oder Eis oder eben etwas Besonderes.

Ich sehe jedes Kind als Individuum, d.h. „ich hole es da ab, wo es steht“ und fördere es nach seinen Bedürfnissen und Neigungen, ohne die Regeln und Strukturen außer Acht zu lassen.

Regeln und Strukturen sind für mich relevant, um ein gemeinsames und harmonisches Miteinander erleben und leben zu können. Meine pädagogische Arbeit orientiert sich am Situationsansatz: Euer Kind ist der Ausgangs- und Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit, die sich am momentanen Erleben des Kindes und an seiner Lebenssituation ausrichtet. Dabei wird es ganzheitlich gefördert – in seiner Sinneswahrnehmung, Motorik, Kreativität und im Sozialverhalten.

Mein vorhandenes Spielmaterial, wie z.B. Lego Duplo, Bausteine aus Holz, Werkbank, Brettspiele, Kartenspiele, Malmaterial (Buntstifte, Kreide, Kindergartentusche…) und vieles mehr ist gestaltungsfähig, vielseitig verwendbar und fördert die Kreativität. Durch die verschiedenen Materialien können Eure Kinder ihren Tastsinn schärfen und ihre körperliche Wahrnehmung schulen. Das fördert nicht nur ihre Motorik, sondern auch ihre Sprachentwicklung.

Da Bewegung bei Kindern für mich auch ein wichtiger Baustein in der Förderung von Kindern darstellt, baue ich in die Spielzeit gern mal kleine Sportspiele ein. Bisher waren meine zu betreuenden Kinder davon begeistert. Klettern, springen, kriechen und Hindernisse auf eigene Weise überwinden, sind beliebt. Die Kinder können ihre Fähigkeiten austesten, ihre Möglichkeiten ausprobieren und Hürden kreativ überwinden. Die Eigenwahrnehmung und der Mut wird auf vielfältige Weise gefördert. Grob und Feinmotorik wird auch hier wieder bei jedem Kind gestärkt.

Ausflüge mit einer Kindergruppe stellen auch für mich jedes Mal eine Herausforderung dar. Die Kinder müssen sich an „strengere“ Regeln halten, um das Ziel (z.B. Strand) zu erreichen. Ich bin immer wieder positiv überrascht, wie sozial und kompetent die Kinder gemeinsam diesen Meilenstein meistern und sich dabei gegenseitig unterstützen. Ein „aus der Reihe tanzen“ ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich und die Kinder setzen diese wichtigste Grundregel gemeinsam um. Das stärkt die Gruppe und die soziale Kompetenz von jedem Einzelnen.

Sauberkeitserziehung ist eine tägliche Selbstverständlichkeit. Durch meine Vorbildfunktion und Struktur vermittle ich euren Kindern wann und wie man Hände wäscht, dass Toilette oder Topf zum Alltag dazu gehören. Den Übergang von Windel zur Toilette ist bei jedem Einzelnen verschieden. Den Zeitpunkt gibt das Kind vor und wird dabei unterstützt. Ob Topf oder Toilette mit Kindersitz liegt beim Kind. Dabei wird es in das Badezimmer begleitet und unterstützt, sowie Erfolge bestaunt und bejubelt. Das hilft dem Kind seine Weiterentwicklung selbst zu würdigen und Selbstvertrauen in die eigenen Bedürfnisse zu bekommen. Misserfolge werden nicht negativ hervorgehoben, sondern mit Worten und Lob wie „toll das du es versucht hast“ belegt, um das Kind trotz des Negativerlebnisses zu bestärken. Trainingswindeln sind für diesen Zeitraum sehr hilfreich.

Die Windeln werden je nach Bedarf gewechselt.

Ich leite eure Kinder an, sich die Hände selbstständig zu waschen, auch nach z.B. dem Malen, immer vor dem Essen, immer nach der Toilette usw..

Nach dem Essen sollen Kinder erlernen sich Hände und Mund zu waschen. Jedes Kind bekommt sein eigenes Handtuch, das täglich gewechselt wird.

 

Zusammenfassend kann ich sagen:

✏Motorische Entwicklung (auch Laufen lernen)

✏Sprachentwicklung

✏Ernährung

✏Sauberkeitserziehung

✏Erziehung zur Selbständigkeit

✏Regeln erlernen und umsetzen

✏Sozialverhalten erlernen

✏Bildung und Förderung

sind grundlegende Punkte meines Förderauftrages als Tagesmutter. Diese setze ich im Rahmen meiner Betreuungszeiten bestmöglich bei jedem, auch meinen eigenen Kindern um. Ich nehme mir für jedes Kind die Zeit, die es braucht, und fördere es durch meine Kompetenz, sowie vielfältigen Spiel-, Sport- und Bastelangeboten. So kann jedes Kind in seiner Einzigartigkeit und seinem eigenen Tempo sich und seine Räumliche und soziale Umwelt entdecken, sich geborgen fühlen und in sicherem Halt aufwachsen und weiterentwickeln.

Abschied:

So wie bei der Eingewöhnung, benötigt jedes Kind auch seine Zeit bei der Abgewöhnung. Sei es vom Nuckel, der Flasche oder eben von der Tagesmutter und den Tageskindern. Diese Zeit soll jedes Kind bekommen. Wenn eine Änderung ansteht, werde ich gemeinsam mit euch euer Kind bestmöglich darauf vorbereiten. Ein Wechsel in die Kindertagesstätte, Schule, Umzug … benötigt Zeit. Ich werde mit allen Kindern diesen Wechsel im Rahmen meiner Betreuung vorbereiten. Geschichten, Spiele, Reden, Abschiedsfeier – dies alles kann eurem Kind den Übergang leichter und den Start in den neuen Lebensabschnitt fließender machen.


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